St. Adalbert

Katholische Kirche im Magdeburger Stadtteil Reform

Die im Magdeburger Stadtteil Hopfengarten (Reform) wohnenden Katholiken gehörten ursprünglich zur Pfarrei St. Norbert in Magdeburg-Buckau. Bereits in den 1930er Jahren stieg durch die rege Bautätigkeit im Stadtteil die Zahl der Katholiken stetig an. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Notwendigkeit einer eigenen Kirchengemeinde für Reform, Karl-Liebknecht (früher Krupp), Planetensiedlung und Lindenhof erkannt.

Im Januar 1939 wurde für den Bau einer katholischen Kirche ein Grundstück nahe der Leipziger Chaussee erworben. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch die Umsetzung der Baupläne. Am 6. Dezember 1942 feierten die Katholiken erstmals einen eigenen Gottesdienst in den Räumen der evangelischen Christuskirche im Ahornweg.

Aufgrund der Kriegsfolgen und der restriktiven Kirchenpolitik der DDR konnte erst 1969 eine Seelsorgestelle in Reform errichtet werden. Am 3. Juli 1969 erhielt die Kuratie als Patron den ersten Magdeburger Erzbischof Adalbert. Bereits am 1. August 1969 wurde sie zur Filialkirchengemeinde im Pfarrverband von St. Norbert erhoben. Zehn Jahre später zählte die Gemeinde bereits 1620 Katholiken.

Im Rahmen eines kirchlichen Sonderbauprogramms der DDR, unterstützt von der Diözese Paderborn und dem Bonifatiuswerk, begann 1984 der Bau der Kirche. Viele Gemeindemitglieder halfen aktiv mit. Am 10. November 1985 wurde die Kirche durch Bischof Johannes Braun konsekriert. Seit 1993 ergänzt ein freistehender Glockenturm das Ensemble.

Die Kirche ist ein achteckiger Hallenbau mit abgewalmtem Kupferdach. Die Tabernakelstele mit dem Motiv des Lebensbaumes, das Altarkreuz und der Ambo wurden in Messing und Emaille nach Entwürfen von Dora und Hubert Kleemann gestaltet. Die Bleiglasfenster mit den Themen „Verbindung mit Gott“ und „Mahl mit Gott“, entworfen von Magdalena Sorger, wurden 1991 eingebaut.

Am 20. November 1989 wurde die Kuratie zur Pfarrei erhoben. Seit dem 2. Mai 2010 ist St. Adalbert Teil der neu gegründeten Kathedralpfarrei St. Sebastian.

Besucherinformation

Adresse:
Neptunweg 13
Magdeburg

Autor:
Ferdinand Pretz